Sonntag, 20. August 2017

Luxemburg oder TomTom versus Garmin

Der Motorradsommer - trotz Wetterkapriolen - ist noch nicht zu Ende in diesem Jahr ... nach Erzgebirge und Frankreich zieht es mich in die Eifel und nach Luxemburg, und ich reise nicht alleine. Eigentlich grundsätzlich normal für mich, jedoch völlig unvorhersehbar im positiven Sinne bin ich in ein neues Kapitel im Buch meines Lebens hinein gestolpert. Stolpern trifft die Veränderung ziemlich bildlich ... aber ... eigentlich ... nein! Wenn ich ehrlich bin, gestolpert bin ich ganz und gar nicht. Es hat mich von den Füßen gerissen, defakto er hat mich von den Füßen gerissen.

Freitag, 28. Juli 2017

Abartige Ausblicke


Gute 250 Kilometer und ich bin platt wie eine Scholle, gebraten auf dem Teller liegend. Dieses Fleckchen Erde bietet eine derartige Schönheit, dass ich mir momentan nicht sicher bin, ob ich wegen der unzähligen Kehren und Kurvenstrecken wiederkomme oder wegen der atemberaubenden Einblicke in die Bergwelten. Das einzige, das hier fehlt, ist ordentlicher Kaffee. Heute morgen sind wir zeitig los um einem Tipp von Arek für eine gute Tasse umzusetzen. Naja, der Kaffee war die beste Tasse, die wir bisher in Frankreich bekommen konnten, aber die Sucherei in dem überfüllten, verwinkelten Örtchen mit dem Opa, der wortreich über dessen russischen Vater und deutsche Mutter nebst seiner Vorliebe für österreichisches Bier und deutsche Motorräder erzählte, nahm doch einiges an Zeit in Anspruch. Wir hatten uns mit dem Col de Chaussy vor dem Frühstückskaffee aufgewärmt, danach kam der Col du Mollard, weiter zum Col de la Croix de Fer, den wir uns gestern schon gegönnt hatten, dieser wurde dicht gefolgt vom Col du Glandon. Also bei aller Liebe, dieses Col-Feuerwerk kann sich doch keine Frau merken.

Donnerstag, 27. Juli 2017

Wunderbare Begegnungen

Ich bin in Frankreich. An und für sich eigentlich nichts Besonderes, war ich doch schon das eine oder andere Mal in diesem Land.  Kurzfristig. Als Stipvisite sozusagen. Dieses Mal jedoch bin ich in Saint Jean de Maurienne, knappe 930 Kilometer von zu Hause entfernt. Wie kommt es, dass ich mich hier herunten herumtreibe? Nun ja, es war eher eine Spontanentscheidung, nach dem Erzgebirge musste die Tigerin neue Pellen bekommen und zum 20 000-er Service – was sein muss muss sein. Axels restliche zwei Urlaubswochen waren aufgrund dieses Zwischenstopps zu Hause noch nicht verplant und so sind wir hier – inmitten einiger der schönsten Pässe, die es in dieser Gegend gibt. Ich war noch nie selbst hier, lediglich Fotos von Einzelnen der V-Tourer-Truppe haben Appetit und Eindrücke geliefert. Ich hatte keine Ahnung, wie es hier in natura aussieht, es ist in Fotos nicht wieder zu geben, das schon einmal vorneweg.

Freitag, 21. Juli 2017

Ready to fly

Es geht heimwärts und wir haben das Routingtool "Kurviger" wieder mit der Planung der Reiseroute beauftragt, die gelieferten Tourvorschläge der letzten Tag im bisher unbekannten Erzgebirge hatten sehr überzeugende Ergebnisse geliefert. Um 9:00 Uhr morgens hieß es "Start your engines" und wir rollten - wieder voll bepackt - vom Hof der Jugendherberge Sayda. Vom Hinweg erinnerte ich mich an die ätzenden, langweiligen - nein -  todlangweiligen Schnurgeradeauskilometer, die wir mit stoisch gespielter Gleichgültigkeit abgespult hatten. Deshalb fuhren wir in schöner Streckenführung Richtung Chemnitz, dort "gönnten" wir uns ca. 75 Kilometer auf der Autobahn um den Geraden weitesgehends entgehen zu können - wenn schon schnurgerade aus, dann aber bitte möglichst schnell. Tempotaten der Tigerin auf knapp unter 130 Kilometer pro Stunde gestellt und meine Katze trug mich gegen Südwesten.  Ab Abfahrt Dosenbahn entpuppte sich die vorgegebene Routenführung nach Lauterbach in Hessen als Feuerwerk des fahrerischen Genusses - kleine Walddurchfahrten, weite Bögen durch Panoramalandschaften, schmucke Dörfer, Forstwege als Notumleitung - ey, eine Tigerin ist doch Bestandteil der land- und forstwirtschaftlichen Umgebung... nie wurde es mir langweilig.